Wohnen im Alter - aber wie und wo?

28. Mai 2015
 P R E S S E M I T T E I L U N G

Wohnen im Alter - aber wie und wo?

Oldenburger Wohnforum der GSG am 15. Juni
- Impulsreferate und Diskussion - Thema: Wohnen im Alter

Oldenburg. Die meisten Menschen wollen im Alter gern weiter so wohnen wie in ihrem bisherigen Leben. Aber können sie sich das wirklich leisten? Nein, fürchten Experten, denn ein nicht unerheblicher Teil der Senioren ist von Altersarmut bedroht. Die Angst davor wirkt sich auch mehr und mehr auf die Situation auf dem Wohnungsmarkt aus. Wie können Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft darauf reagieren? Der Frage „Wohnen im Alter – Droht eine graue Wohnungsnot?“ widmet sich deshalb das 3. Oldenburger Wohnforum im Juli.

Die Wohnung barrierefrei, Aufzüge in Mehrfamilienhäusern, eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel – all dies gehört einer repräsentativen Studie zufolge für die meisten über 50-jährigen auf die Wunschliste für ihre persönliche Lebenssituation im Alter. Tatsächlich aber gelten erst rund 500.000 Wohnungen in Deutschland als geeignet für das Wohnen im Alter. „Viel zu wenig“, weiß Stefan Könner, Geschäftsführer der GSG Oldenburg. Vertreter von Mieterinitiativen und Wohnungs-wirtschaft schätzen den gegenwärtigen Bedarf auf 2,5 Millionen. „Wir müssen unsere Bestände umbauen, denn Neubauten sind in diesem Segment nicht ohne erheblich öffentliche oder private Förderungen zu finanzieren. Aber es gibt so hohe Anforderungen, dass auch der Umbau sehr teuer ist.“

Deutlich wird: Die Wohnungswirtschaft kann die Aufgabe allein nicht lösen. Welche Möglichkeiten bleiben? Diese Frage steht im Mittelpunkt des 3. Oldenburger Wohnforums, zu dem die GSG am 15. Juni ins Theater Laboratorium einlädt. Titel der Veranstaltung: „Wohnen im Alter – Droht eine graue Wohnungsnot?“.

Mit einem Impulsreferat wird Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe e.V. den Abend eröffnen. Die Sozialwissenschaftlerin wird herausar-beiten, welchen neuen Anforderungen sich die Gemeinden und Städte durch die demografische Entwicklung und die kontinuierlich wachsende Zahl an älteren Menschen sowie die veränderten Wohnwünsche der heutigen und der zukünftigen Senioren gegenüber sehen. Aus ihrer Sicht ist „eine stärkere Pointierung und zum Teil auch Neujustierung der Strategien im Politikfeld Wohnen im Alter notwendig“. In einem zweiten Referat wird danach Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, der selbst lange Zeit in der Wohnungswirtschaft tätig war, darlegen, wie Kommunen diese Herausforderungen meistern können.

Nach aktuellen Berechnungen werden 2035 rund 17,2 Millionen Menschen in Deutschland älter als 70 Jahre sein. „Für sie müssen wir heute die Weichen stellen und Wohnraum schaffen, den sie sich auch leisten können“, betont Stefan Könner. Das aber werde zunehmend schwieriger, wenn nicht nur das Rentenniveau sinkt, sondern auch mehr und mehr Rentner in die Grundsicherung abrutschen, weil sie längere Zeit arbeitslos waren. Hier sei die Gesellschaft als Ganzes gefordert, umzudenken und neue Wege zu gehen, sagt der Geschäftsführer der GSG. „Einzelinteressen müssen hinter Gesamtinteressen zurückstehen.“ Könner hofft auf eine anregende Diskussion beim 3. Oldenburger Wohn-forum. Neben ihm und den beiden Referenten werden sich daran auch Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Thomas Elsner, Geschäftsführer des AWO Bezirksverbandes Weser-Ems, beteiligen.

3. Oldenburger Wohnforum: Montag, 15. Juni, 19-22 Uhr, Theater Laboratorium (Kleine Straße 8). Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.
Es wird um Anmeldung bis zum 05.06.2015, telefonisch (0441 9708-194) oder per E-Mail (biancalueers@gsg-oldenburg.de) gebeten.


Anlage
Foto vom 1. Oldenburger Bauforum 2013

www.gsg-oldenburg.de