Gedanken über das Wohnen von morgen

16. Mai 2013
P R E S S E M I T T E I L U N G

1. Oldenburger Wohnforum der GSG am 3. Juni – Zwei Impulsreferate –

Thema Bürgerbeteiligung

Oldenburg. Bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages stand sie Ende April ganz oben auf der Tagesordnung, und auch in Oldenburg bestimmt sie in diesem Jahr die Agenda der Diskussionen – die Frage: Wie können die Städte von morgen aussehen? Fest steht: Bundesweit sinken die Einwohnerzahlen. Das bringt viele neue Probleme mit sich. Gleiches gilt für die wenigen Ausnahmefälle, etwa Hamburg und Oldenburg. Diese Städte wachsen gegen den Trend. Wie sie sich für die Zukunft fit machen wollen, steht im Mittelpunkt des 1. Oldenburger Wohnforums. 

Es gehe darum, „erste Antworten auf die Fragen zu finden, die uns alle in den kommenden Jahren beschäftigen werden“, erklärt Stefan Könner, Geschäftsführer der GSG Oldenburg. Die Wohnungsbaugesellschaft lädt am 3. Juni zum 1. Oldenburger Wohnforum in die Exerzierhalle am Pferdemarkt ein. Könner wird bei dieser Gelegenheit unter anderem Michael Sachs begrüßen. Der Soziologe ist seit 2011 Staatsrat in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Auf seine Initiative schlossen sich in der Hansestadt die Verwaltung auf der einen, sowie Wohnungswirtschaftsunternehmen und -verbände auf der anderen Seite zum „Hamburger Bündnis für das Wohnen“ zusammen. Ziel ist es, den Wohnungsbau anzukurbeln. Dabei müssten bei allen Projekten, so Sachs, „unabhängig vom Stadtteil 30 Prozent geförderte Wohnungen realisiert werden“.

Auch bei der GSG weiß man, dass die Zahl der Bürger, die entweder nicht in der Lage sind, ihre Wohnung aus eigenen Mitteln zu finanzieren, oder umziehen müssen, weil die Kosten das verfügbare Budget übersteigen, weiter zunimmt. Stefan Könner: „Es ist unsere vorrangige Zukunftsaufgabe, Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, mit denen auch diesen Menschen angemessener Wohnraum geboten werden kann.“ Von Staatsrat Sachs, der beim Wohnforum eines der Impulsreferate halten wird, erhofft sich der Geschäftsführer vor allem neue Anregungen und Denkanstöße.

Die könnte auch Julian Petrin liefern. Der ebenfalls aus Hamburg stammende Stadtforscher befasst sich seit rund zehn Jahren mit der Frage, wie Bewohner einer Stadt rechtzeitig und sinnvoll in die Planungen einbezogen werden können. Er weiß, dass allerorts der Ruf nach Mitsprache lauter wird, und plädiert deshalb dafür, die Meinungs- und Entscheidungsfindung zu dezentralisieren. 

Zudem sollte Wissen und Kreativität von Bürgern genutzt werden, „um unsere Nachbarschaften umzugestalten – der politisch und unternehmerisch aktiven wie auch der vielen bisher stummen Experten des Alltags“. Auch Julian Petrin wird bei der Veranstaltung mit einem Impulsreferat vertreten sein.

„Wenn wir uns um das Wohnen in der Zukunft Gedanken machen wollen, müssen wir die verschiedensten Aspekte berücksichtigen“, sagt GSG-Geschäftsführer Könner. So müsse man etwa schauen, in welchen Stadtbereichen noch geeignete Flächen zur Verfügung stehen. Wo kann Wohnraum weiter verdichtet werden? Welche Rolle spielt die Mobilität der Menschen? Und wie grün soll die Stadt von morgen sein? Zu all diesen Themen wird beim 1. Oldenburger Wohnforum neben Stefan Könner unter anderem Oldenburgs Baudezernentin Gabriele Nießen Stellung nehmen und das parallel zum Stadtentwicklungsprogramm erarbeitete Wohnkonzept vorstellen.

1. Oldenburger Wohnforum: Montag, 3. Juni, 19-22 Uhr, Exerzierhalle am Pferdemarkt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.


www.gsg-oldenburg.de